Susanne Wierl – Hypnose, Ayurveda & Medialität

Susanne Wierl – Hypnose, Ayurveda & Medialität

Apr 16, 2020 | Frauen inspirieren Frauen | 0 Kommentare

“Sei Du die Veränderung, die Du Dir für die Welt wünscht” Mahatma Gandhi

Als Nadja mir von Ihrem Projekt erzählte, war ich sofort hellauf begeistert. Ich dachte, ich würde mich gleich am nächsten Tag hinsetzen und mal eben schnell meine Geschichte schreiben. Das ist jetzt 2 Monate her. Denn wo fange ich an? 

Ok, ich bin 1976 in Niederbayern geboren und habe meine Kindheit auf dem Land verbracht. Idyllisch, einfach, umweltbewusst geprägt, Kalle Blomquist Bande mit Freunden…. Was man halt auf dem Land so macht…. Ich war aber auch schon immer viel allein, im Wald, mit Empfindungen und Gedanken, die damals keiner mit mir teilte. Heute weiss ich, ich bin medial, sprich, ich kommuniziere mit Verstorbenen und bin hochsensibel. In meiner Pubertät wusste davon aber keiner und so galt ich als schwierig. Ich fühlte mich der Nacht und auch dem Tod sehr verbunden und drückte dies als Grufti ganz klar aus. Mit 14 Jahren kam ich ins Internat, mit 15 zog ich dann ganz aus und bin nach Regensburg gegangen, machte die Schule und jobbte nebenher in einem Studentencafé.

Mit 18 Jahren zog ich dann von Regensburg nach Nürnberg und absolvierte die Kosmetikschule, denn mein Plan war die Maskenbildnerei. Von Nürnberg zog ich nach der Schule nach München, um mein Praktikum zu machen und wollte dann eigentlich meinem Plan weiter nachgehen. Durch Zufall begegnete ich einer Fernseh Producerin, kam mit ihr ins Gespräch und bekam eine Praktikumsstelle. Ich fand großen Gefallen daran, zu casten, zu schreiben und die Sendungen mitzugestalten. Ich arbeitete hart, jobbte nebenbei, um meine Wohnung zu bezahlen und wollte die Fernsehwelt im Sturm erobern. In wenigen Jahren schaffte ich es bis zur Redaktionsleitung , genoss die Aufregung, die Vielfältigkeit, die Menschen….. Verfiel allerdings auch ziemlich dem Stress und auch dem Alkohol. Plötzlich war mir klar, ich müsse was ändern. Von einem auf den anderen Moment, ging ich zu meinem Chef und kündigte. Mir stand eigentlich ein weiterer Karrieresprung bevor und mein Chef verstand mich nicht, ließ mich aber mit gutem Gefühl gehen.

Heute lachen wir noch darüber und staunen beide. 2 Wochen später saß ich im Flieger nach Indien. Wohnung und Job waren gekündigt, die wichtigsten Sachen untergestellt, alles andere verkauft und verschenkt und nur eine Tasche voller Klamotten begleitete mich. Ich hatte mich für eine Ayurveda Ausbildung in einem Krankenhaus im Süden Indiens beworben und meine Reise begann. Ich kam in Indien an und das Krankenhaus entsprach natürlich in keinster Weise den Krankenhäusern, die ich aus Deutschland kannte. Es war in einem kleinen Dorf, am Rande eines Dschungels, ohne jeglichen Komfort. Das Bett war eine Holzunterlage und da die dünne und durchgelegene Matratze voller Wanzen war, verzichtete ich ganz darauf, tat es meinen indischen Kollegen gleich und schlief nur auf Holz. Der Tag begann um 4.00 Uhr morgens mit Yoga und Meditation mit G.V.Govinda, der auch einst Sekretär von Mahatma Ghandi war. Dann gab es ein einfaches Frühstück und es wurde den ganzen Tag gelernt. Theorie, Sanskrit und viel Praxis.

Ayurveda und Indien begeisterten mich immer mehr. Die Nähe dort zu den Menschen, ihre Spiritualität, die vollkommen natürlich war, die Art, wie sie das Leben leben….Ich wäre fast geblieben, denn so nah war ich mir zuvor noch nie gekommen. Von Indien aus bewarb ich mich international nach Praktikumsplätzen. Es sollte zuerst Spanien werden und für das folgende Jahr hatte ich auch die Zusage für Sri Lanka. Also flog ich nach Abschluss der Lernzeit und meinem Zertifikat nach Deutschland, besuchte meine Eltern und eine Woche später nach Barcelona, um in Sant Felix mein Praktikum zu beginnen. Ein indischer Arzt von der Universität Pune betreute das Resort und ich lernte viel dazu. Eines Tages bin ich an meinem freien Tag mit dem Bus nach Barcelona, verliebte mich in diese Stadt und blieb dort. Bald fand ich die Möglichkeit einer Praxis und fing an, mich mit meinem neuen Wissen selbständig zu machen. In einer Yogaschule begann ich Ayurveda zu unterrichten und ich fühlte mich wirklich wohl. Für 4 Monate flog ich nach Sri Lanka, um mein Praktikum anzutreten und kam noch reicher an ayurvedischen Erfahrungen zurück nach Barcelona.

Ich wurde schwanger und gebar im Krankenhaus Sant Pau einen wundervollen Sohn. Leider war die Beziehung alles andere als glücklich und leicht, ich wurde immer unglücklicher und bekam Panikattacken. Bis zu 10 Attacken täglich und doch musste ich arbeiten, mich um meinen Sohn kümmern, denn auf meinen Partner war kein Verlass. Eine sehr schwierige Zeit begann und manchmal wusste ich nicht weiter. Da traf ich über Facebook einen alten Freund, wir schrieben uns häufig, trafen uns und wumm. Er half mir, nach Deutschland zurückzukehren und heute sind wir verheiratet.

Zurück in Deutschland, baute ich mir die Praxis auf, wieder in meinem idyllischen Niederbayern. Meine schwierige Trennungsgeschichte lasse ich hier aus. Es zerrte an mir und uns ganze 8 Jahre, ich wurde nochmal nach Spanien ausgewiesen,…aber diese Zeit, hat mich unglaublich wachsen lassen und meinen festen Glauben gestärkt, dass nichts ohne Grund passiert. Ayurveda in Niederbayern, schon die Anreihung dieser Worte lässt einen schmunzeln….Hier bin ich immernoch. 11 Jahre wieder hier, führe eine Praxis für Ayurveda, Coaching und Hypnose in Niederwinkling und München und meine Arbeit hat sich sehr verändert. 

Durch die traumatische Zeit, kamen meine medialen Kontakte verstärkt zurück. Ich bekam Botschaften und Bilder, wenn ich mit Klienten arbeitete. Die wollten das natürlich nicht immer hören, aber für mich waren die Botschaften nicht. Also wollte ich lernen meine Medialität zu kontrollieren und zu verstehen. In England, im Arthur Findlay College bilde ich mich nun seit 5 Jahren aus. Es ist jedesmal wunderbar für mich dort zu sein, ganz so sein zu können, wie ich bin, mit so vielen gleichfühlenden Menschen. Jenseitskontakte, als Trauerbegleitung, als Beweisführung für ein Leben nach dem Tod, um diese endlose Liebe zu überbringen, ist für mich die allerschönste Arbeit. Auch die herausfordernste. Ich bin kein esoterischer Mensch, betrachte mich als bodenständig, brauche für alles eine Antwort und brauche viel Sicherheit. Genau die Sicherheit, hinderte mich immer wieder, diesen Schritt in die Öffentlichkeit zu tun. Sicher sind meine Massagen, das Coaching und die Hypnose, aber ein Jenseitskontakt, hängt von vielen Faktoren ab. Ein “Nein” einzustecken zu können, nochmal nach zu spüren, was ich falsch verstanden habe, wem glaube ich, dem Kontakt, oder dem gegenüber mit kritischem Blick….für mich wirklich ein Plateau.

Am liebsten mag ich Public Demonstrations. Wenn ein ganzer Saal diese Verbindung spürt, kein Zweifel mehr offen bleibt, einfach nur die Hingabe, das Mitfühlen wenn eine geliebte Person im Jenseits einem Wildfremden liebevolle Worte schenkt, Beweise erbringt, dass es die Mutter, der Vater, der Freund, etc… ist – das ist Heilung. Meine Leidenschaft sind wir Menschen, das Verständnis vom Leben und vom Tod, unsere Phantasie, die alles möglich macht, unsere Psyche, die Natürlichkeit, die Ayurveda lehrt und auch die ayurvedische Küche. Ich bin selbst durch so viele Tiefen gegangen, habe bei mir so vieles aufräumen dürfen. Meine Ausbildungen in Theta Healing, Medialität, Coaching und Hypnose bis zum Master, ergeben für meine Arbeit die perfekte Kombination. Zuerst habe ich mich selbst geheilt und heute begleite ich Menschen durch ihre Prozesse. Sei es Blockaden zu lösen, Potentiale zu entfalten, sich gesund zu ernähren, abzunehmen, mit unliebsamen Gewohnheiten aufzuhören, Ängste loszulassen, in frühere Leben zu blicken, oder Trauer zu überwinden. Ich gebe Kurse in Selbsthypnose, in der Übung unserer Hellsinne, in Medialität und Ernährung und Kochen. Für mich bedeutet Gesundheit und Wohlbefinden, sich selbst zu erkennen, die Bedürfnisse wahrzunehmen, loszulassen und täglich in die Verantwortung zu gehen. Gesunde Ernährung, Entspannung, Spiritualität, Phantasie und tägliche Übungen sind sehr wichtige Bausteine in diesem Konzept. 

Ich dachte oft, ich kann nicht mehr, bin aber immer wieder aufgestanden, habe an mir gearbeitet, Kräfte entdeckt und Potentiale, die in mir schlummerten und habe meinen Sinn erkannt. Um in Einklang zu leben, gesund zu sein und glücklich, dürfen wir uns an den Gesetzmäßigkeiten unseres Makrokosmos orientieren. Jeder Sturm zieht vorbei, hinterlässt erstmal Chaos und gibt uns doch IMMER wieder die Möglichkeit, Altes zu überdenken und loszulassen, zu wachsen, Neues zu erschaffen, ganz nach unseren Vorstellungen. Ich bin meinem Bauchgefühl immer gefolgt und habe volles Vertrauen.

Nicht der Wille ist der Antrieb unseres Handelns, sondern die Vorstellungskraft. (Emile Couè)

Kontakt zu Susanne Smolej Wierl über www.ayurveda-wierl.com

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