Jenny Wagner – Was würde die Liebe tun?

Jenny Wagner – Was würde die Liebe tun?

Mrz 5, 2020 | Frauen inspirieren Frauen | 1 Kommentar

Seit dem ich mich für meine Selbstständigkeit als Kinder- und Familienfotografin entschieden habe ist so unfassbar viel passiert.
Gutes. Schlechtes. Kraftraubendes. Und Kraftgebendes.
Damals hatte ich unglaubliche Angst, diesen Schritt zu wagen.
Mir und meinen Fähigkeiten zu vertrauen.
Es fiel mir schwer, meine damalige Stelle als Erzieherin aufzugeben und einen Schritt ins Unbekannte zu machen.
Doch ins Unbekannte zog es mich.

So gab ich meine Sicherheit (regelmäßiges Einkommen) auf und sprang.

Als für mich die Entscheidung klar war, spürte ich plötzlich eine unglaubliche Leichtigkeit und eine ungeahnte Freiheit.
Eine Freiheit, von der ich nicht wusste, dass es sie gibt.
Und so genoss ich die Zeit, selbstständig zu arbeiten.
Doch schnell kam ich an einen Punkt, wo es unglaublich stagnierte.
Ängste und Zweifel stiegen in mir auf.

So griff ich nach meinem letzten Strohlahm und entschied mich, mich von meinem Mentor Calvin Hollywood coachen zu lassen.
Sein Wissen verschlang ich förmlich und dennoch waren sie immer noch da – die Zweifel und die Schwere.
Am 14.09.2019 fand das aller erste Mastermindtreffen mit mehreren Mentis von meinem Mentor Calvin Hollywood statt. Wir hatten die Aufgabe, eine Mastermindidee vorzutragen, die entweder Geld spart oder Geld einspielt. Da es bei mir fotografisch zu dem Zeitpunkt absolut unterirdisch lief, ging mir der A*** auf Grundeis, da ich absolut nicht wusste was ich erzählen sollte.
Für mich war nur klar, dass ich mich nicht da vorne hinstellen werde und den anderen Teilnehmern erzählen werde, wie sie Geld einspielen bzw. sparen können, wenn es bei mir selbst nicht läuft.

Und so grübelte ich lange, es machte mich mürbe und entzog mir jeglicher Energie.
Mein Mann und ich waren einige Tage zuvor noch im Harz wandern.
Davon erhoffte ich mir Ruhe, Entspannung und eine Eingebung.
Alles blieb aus und ich verkrümelte mich eines Abends unter einem Vorwand ins Bett und ließ meinen Emotionen freien Lauf.

Ich konnte nicht mehr.
Ich fühlte mich ausgebrannt.
Hatte kein Geld mehr.
Fühlte nur noch Schwere und Zweifel.
Vor Wut griff ich mir ein Kissen, schrie hinein und ließ meinen Tränen zum ersten Mal so richtig, richtig freien Lauf.
Nach diesem emotionalen Ausbruch gab ich alles ans Universum mit „Ich kann nicht mehr, ihr werdet schon wissen wie es nun weitergeht!“ ab.

Wenige Tage später hatte ich eine Eingebung, über welche Thematik ich auf der Mastermind sprechen sollte.

Zuerst weigerte ich mich, doch dann gab ich nach, denn ich wusste, es wird schon einen Grund haben, warum gerade dieses Thema.
Weißt Du welche Eingebung ich hatte?

Über Zweifel zu sprechen!

Dann war er da, der Moment, wo ich mit dem Mikrofon vorne stand und alle auf mich schauten.
Mein Zweifel war so präsent, denn meine Mastermindidee war keine. Es war eher ein Vortrag.

Kneifen?
Jetzt?
Niemals!
Ich rief mir wieder in Erinnerung, dass es einen Grund hat, wieso ich genau das erzählen soll.

Und so erzählte ich eine knapp 3 minütige Geschichte über Zweifel – meine Geschichte. Applaus war zu hören.
Mein Atem vertiefte sich wieder, die Anspannung wich aus meinem Körper.
Und was dann passierte, das kann ich gar nicht richtig in Worte kleiden.

Von den insgesamt 50 Teilnehmern, kamen bestimmt 40 auf mich zu und lobten sie.
Sie machten mir Komplimente, wie bildlich ich erzählen könne, dass ich sie berührt hätte und einige zeigten mir ihre Gänsehaut und berichteten mir, wie sehr ich sie mit meinem Impulsvortrag inspiriert hätte.

Vor Glückseligkeit liefen mir Tränen die Wangen hinunter.
Plötzlich war da so viel Klarheit.
So viel Leichtigkeit.
Ich hatte mein fehlendes Puzzleteil gefunden, ohne zu wissen, dass es genau das ist, wonach ich gesucht habe.

Dieses Ereignis, bei dem ich nicht nur ins kalte Wasser gesprungen bin, sondern mich meinen Ängsten und Zweifeln gestellt habe, hat mich sehr geprägt und einiges ins Rollen gebracht.
Daraus entstand mein Podcast, denn ich merkte, das was ich schon die ganze Zeit im Kleinen für mich und Freunde gemacht habe, wollte raus in die Welt.

Dafür war es und ist es immer noch wichtig, meine Grenzen Stück für Stück und mit viel Liebe und Achtsamkeit zu erweitern.

Weißt Du, auch jetzt habe ich ab und an immer noch Zweifel und manchmal packt mich die Angst so stark, dass ich Entscheidungen treffe, die mir Kraft rauben, anstatt mir Kraft zu geben.
Meine größte Herausforderung sind derzeit meine Finanzen.

Es ist alles noch sehr unstabil und so hat mich meine Angst dazu gebracht, einen Nebenjob anzunehmen.
Ein Job der mich 3 -4 Tage meiner Zeit und viel meiner Energie kostet.
Erst habe ich mich sehr darüber geärgert, doch dann habe ich diese Erfahrung für mich angenommen und akzeptiert.
Diese Entscheidung hat mir verdeutlicht, dass ich (und Du sehr wahrscheinlich auch) Entscheidungen immer aus einem der beiden Hintergründe treffen: aus Angst oder aus Liebe.
Ich möchte Dich einmal einladen, Deine letzte Entscheidung mit dieser Frage zu beleuchten:
Habe ich diese Entscheidung aus Angst oder aus Liebe getroffen?
Du wirst sofort eine Antwort bekommen.
Sei es durch das Aufblitzen des Wortes, durch Hören Deiner eigenen Stimme oder durch ein Gefühl.
Seit dem mir dieser Umstand bewusst geworden ist, frage ich mich vor jeder Entscheidung (die beinhaltet, dass ich min. zwei Möglichkeiten habe zu wählen) : Was würde die Liebe tun?

Treffe ich die Entscheidung aus Angst oder aus Liebe?

Es hilft mir sehr dabei, immer tiefer zu meinem Kern zu kommen, denn ich habe gemerkt, wenn ich Entscheidungen aus Angst treffe, funktioniert es nicht. Ein Gefühl von Enge und „Kleinsein“ macht sich dann in mir breit und immer wieder kommen mir dann Gedanken in den Sinn wie „Das klappt eh nicht!“ , „Das muss klappen, sonst….“ .

Wieder Gedanken, die mich einengen.
Wenn ich eine Entscheidung aus der Liebe heraus treffe, dann macht sie mich leicht, erfüllt mich mit innerem Frieden und Glückseligkeit.
Ich würde lügen würde ich behaupten, dass ich seit dem keine Angst mehr habe, selbst dann wenn ich eine Entscheidung aus Liebe getroffen habe.
Doch ich begegne der Angst nun ganz anders – mit Liebe.
Ich nehme die Angst bei der Hand und sage zu ihr (ich weiß das liest sich jetzt vielleicht ein bisschen komisch aber mir hilft es) : „Weißt Du liebe Angst, ich weiß auch nicht was passieren wird. Lass es uns doch einfach gemeinsam herausfinden.“
Damit höre ich meiner Angst zu, nehme sie wahr und akzeptiere sie als ein Teil von mir.
Sie gehört genauso zu mir, wie das Gefühl der Freude, Glückseligkeit, Wut, Erfüllung, Traurigkeit und Liebe.
Und klar, ich bin noch nicht da wo ich sein will, doch zum Glück auch nicht mehr da, wo ich mal war.

Seit diesem Erlebnis darf ich viele Menschen als Impulscoach inspirieren und bald sogar mein erstes Offline Seminar in Form eines Impulsabends veranstalten.
Es ist einfach so zauberhaft, was sich aus einem Ereignis entwickeln kann, wenn Augen, Ohren und das Herz geöffnet ist, um die Möglichkeiten wahrzunehmen, die sich jeden Tag bieten.
Alles sortiert sich gerade neu und mein Kern, welcher gelebt werden will, ist es andere Menschen, andere Frauen zu inspirieren. Wieder ins Bewusstsein zu bringen, wie wertvoll Du bist und dass alles schon da ist, was Du es brauchst.

Den Schlüssel hälst Du schon in Deiner Hand, jetzt geht es nur noch darum, auf Deine Herzensstimme zu hören, damit Du in Dir die Schatztruhe finden kannst.

Es erfüllt mich so sehr, Dich inspirieren zu dürfen.
Ich bin kein Impulscoach, der Dir sagt DAS ist der EINE Weg.
SO wie ich MUSST Du das machen.
Das ist Bullshit, denn jede von uns ist anders.
Jede von uns braucht etwas anderes.
Viel mehr verstehe ich mich als Wegweiser, der hier und da erscheint und einen Impuls/ eine Möglichkeit bietet, sich inspirieren zu lassen. Nicht weniger, nicht mehr.

Fotografie wird mich auch weiterhin begleiten, denn sie ist ein wunderbares Werkzeug, um die Schönheit des Moments greifbar zu machen.
Du zauberhafte Frau, ich danke Dir für Deine Zeit.
Dafür das Du Dir meine Worte hast durchgelesen.
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft, Geduld, Achtsamkeit und Liebe für Dich!
Du kannst so unfassbar stolz auf Dich sein, was Du schon alles geschafft hast!

Schau Dich ruhig mal um, sieh Dir an, wo Du gestartet bist und wo Du jetzt gerade stehst.
Der Hammer oder??!!

Ich drück Dich!
Deine Jenny
Von Zauberhaft – Lebendig

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