Eva Jordan – wer ist Emanuel?

Eva Jordan – wer ist Emanuel?

Feb 27, 2020 | Frauen inspirieren Frauen | 2 Kommentare

Die größte Herausforderung in meinem Leben war die Trennung von meinen Kindern. Schicksalsschläge in meinem Leben waren der Tod meines ersten Kindes in der 20. Schwangerschaftswoche und der Tod meines zweiten Mannes, drei Monate nach der Hochzeit.

Ich bin dadurch gezwungen worden meine Persönlichkeit, mein spirituelles Wachstum und meine spirituellen Fähigkeiten zu entwickeln!

Aus meiner heutigen Perspektive habe ich als spirituelles Wesen mir meine Herkunftsfamilie ausgesucht, um auf der einen Seite krasse Erfahrungen zu machen und auf der anderen Seite die Gene, Fähigkeiten und Familiengeschichten mitzunehmen, die geboten waren und mich auf meinen Seelenweg vorbereitet haben.

Es war mein 35ster Geburtstag, als ich mich von meinem Mann trennte und aus der gemeinsamen Wohnung auszog. Meine Kinder kamen mit, denn sie wollten genauso wenig wie ich zuschauen, wenn der Papa die Lenka küsst. Wir waren 11 Jahre verheiratet, unsere Kinder waren 7 und knapp 10, die neue Freundin war mir als Mitarbeiterin vorgestellt worden, die gerade vorübergehend einen Platz zum Wohnen brauchte.

Unsere Beziehung war von Anfang an schwierig gewesen und als es immer schwieriger wurde dachte ich, dass ich es aushalten müsse bis die Kinder erwachsen sind. Als ich realisierte, dass zwischen meinem Ehemann und der jungen Frau etwas lief überlegte ich mir, ob ich für eine 3er Konstellation in der Beziehung bereit wäre. Ich entschied mich dagegen, weil verschiedene andere Faktoren in der Beziehung nicht gegeben waren, die ich dafür gebraucht hätte.

Als Leiterin eines Kindergartens war ich am Ende der Karriereleiter für Erzieherinnen angekommen. Ich stellte mir vor, dass ich in den kommenden 30 Jahren jeden 11. November mit der Laterne durchs Dorf laufen und „St. Martin“ singen würde. Das wollte ich nicht! Deshalb beschloss ich eine berufsbegleitende Weiterbildung zur Kunsttherapeutin zu machen.

Die kunsttherapeutische Ausbildung begann mit Selbsterfahrung. Mein Dozent wurde für mich zum Mentor. Später kamen andere Tools dazu, die meine Persönlichkeitsentwicklung weitertrieben, ich las viel, befasste mich mit Bachblüten, Heilsteinen, Engeln und Reinkarnation.

Zwei Freundinnen gewann ich in dieser Zeit, Mütter von Freundinnen meiner Kinder. Eine war alleinerziehend und gab mir die ersten spirituellen Bücher und nahm mich mit zu ihrem Heilpraktiker, der mit dem Karma arbeitete. Dort löste ich die ersten „Knoten“ in meiner Geschichte und ging erste Schritte der Heilung auf allen Ebenen.

Die andere Freundin hatte eine große Patchwork Familie und kannte alle Themen rund um das Thema Kinder und Trennung aus eigener Erfahrung und stand mir vor allem in dieser Zeit zur Seite als es wirklich schwierig wurde! In ihrer Familie bekam ich die ersten Impulse zum Leben in Gemeinschaft, ein Thema das mich bis heute begleitet.

Meine Kinder hatten 1 ½ Jahre nach der Trennung beschlossen zum Papa zu wechseln: Das Gutachten ergab dass sie zu beiden Eltern gleich gute Beziehungen hatten, sich aber in einem Loyalitätskonflikt befanden und sich deshalb für das Zuhause entschieden.

So ließ ich, knapp 2 Jahre nach meinem Auszug meine Kinder schweren Herzens gehen. Sie kamen noch 1 ½ Jahre lang jedes 2. Wochenende, aber dann kamen sie nicht mehr.

Es sei ihnen zu anstrengend sagten sie, ich hatte mich verändert. Ich wusste auch, dass ihr Vater ein Meister des Insistierens war.

Es waren 5 Jahre in denen ich meine Kinder nicht sah, gelegentlich konnte ich mit meinem Sohn telefonieren, meine Tochter lehnte dies vollkommen ab.

Nachdem die kunsttherapeutische Selbsterfahrung beendet war und der Dozent das Institut verlassen hatte begann der nächste Ausbildungsabschnitt.

Den Dozenten traf ich einige Monate später bei einer Vernissage. Da begann unsere Liebesgeschichte. 1 ½ Jahre später heirateten wir. Er starb 3 Monate nach der Hochzeit.

Ich trauerte. Meine erste Reise alleine führte mich nach Korsika, wo ich ein Grundstück von meinem Mann Ludwig geerbt hatte. Ich wollte es zunächst verkaufen aber das, was ich dort erlebte lies mich sagen: Es ist zu schön um es zu verkaufen, ich muss es behalten!

Eines Tages stand ich an dem Ruinengrundstück und mein Blick glitt über die Berghänge, bewachsen mit den duftenden Kräutern und Büschen der Macchia. Der warme Wind wehte diesen Duft zu mir herüber. Die Sonne schien mir auf die Haut und ich fühlte Freiheit und Ruhe während ich mich langsam in Richtung Meer drehte. Ich sah hinunter auf die Bucht mit dem kleinen Hafen, am Horizont waren 2 kleine Inseln zu sehen. Ich fühlte, dass ich hier zu Hause angekommen bin! Meine Seele begann zu heilen!

Auf dem Rückweg nach Deutschland fasste ich einen Entschluss: Ich will dieses Haus bauen! Es soll ein Ort werden an dem Menschen Heilung finden, die das erlebt haben was ich erlebt habe!

Es dauerte 14 Jahre in denen ich immer wieder aufstand um mein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Ich folgte meinem Herzen und dessen Wege waren ziemlich verschlungen! Ich machte mehrere verschiedene therapeutische und spirituelle Ausbildungen hintereinander und ich zog ziemlich oft um!

Die Wiederannäherung an meine Kinder spielte eine wichtige Rolle in dieser Zeit. Heute habe ich zu beiden Kindern ein wundervolles inniges Verhältnis!

Dann machte ich mich auf den Weg meine Selbständigkeit aufzubauen und der Traum von dem Haus in Korsika war irgendwie unerreichbar.

2018 wurde mein Jahr der Wandlung:

Ich hatte die letzten Jahre immer mehr das Gefühl gehabt dass mir irgendetwas fehlt und ich wusste nicht was es war. Die Beziehung zu meinen Kindern war geheilt, ich hatte so viele Ausbildungen gemacht und an mir gearbeitet. Doch irgendetwas schien mich zurück zu halten endlich meinen Traum umzusetzen.

Dann geschah etwas Besonderes:

In einem Coaching wurde ich gefragt: Wie heißt dieses Kind, das gestorben ist, bevor es geboren wurde?  – Emanuel! Mein totes Baby hatte ich Jahrzehnte lang totgeschwiegen und seinen Namen seit seiner stillen Geburt nicht mehr benutzt.

Nimm ihn in Deiner Vorstellung auf Deinen Bauch! Ich tat es. Am dritten Tag an dem ich diese Übung machte sah ich vor meinem inneren Auge ein lachendes Baby, das mir die Arme entgegenstreckte und „Mama!“ rief. Nach einer Woche sah ich mit meinen inneren Augen meinen Sohn Emanuel als erwachsenen Mann ins Zimmer spazieren. Er legte mir den Arm um die Schultern.

Die Blockade war gelöst und mein Projekt hatte jetzt einen Namen:

AUBERGE EMANUEL

Ich reiste nach Korsika und erfuhr dass es jetzt möglich ist, die Nachbarparzellen dazuzukaufen. Jetzt kann das Projekt starten!

Ein Ort an dem Menschen Heilung finden, die einen Verlust in ihrer Familie erlitten haben. Dazu gehören Elternteile die nach der Trennung ohne ihre Kinder sind, so wie ich es war, Eltern die ein Kind verloren haben, sei es vor oder nach der Geburt und natürlich auch Menschen, deren Partner viel zu früh gestorben ist!

Heute sehe ich, dass all die Ausbildungen in den verschiedenen Bereichen und auch die anderen Erfahrungen in meinem Leben mich vorbereitet haben auf das, was jetzt kommt:

Ein Seminar- und Retreat-Zentrum in Korsika aufzubauen und zu betreiben!

Heute bin ich an dem Punkt angelangt, an dem es kein Zurück mehr gibt! Das Projekt ist in den Startlöchern! Das Crowdfunding hat begonnen und wird im nächsten Monat abgeschlossen. Erfolgreich? Ich weiß es nicht! Es liegt an Dir! Du kannst mithelfen!

Natürlich gibt es einen Plan B, wenn das Crowdfunding nicht voll wird, ich werde mein Projekt trotzdem durchziehen! Es wird vielleicht ein bisschen langsamer gehen, aber ich bin voller Vertrauen darauf, dass es genau richtig wird!

 

Link für das Crowdfunding:
https://www.startnext.com/auberge-emanuel

Link für meine Website:
https://www.auberge-emanuel.eu/

Meine Facebook-Gruppe für Gleichpassierte:
https://www.facebook.com/groups/600089564153102/