Vertrauen

Meiner Kleinsten ist durch die trockene Luft Anfang Dezember beim Niesen ein Äderchen in der Nase geplatzt. 

Dieses zog 30 Minuten Nasenbluten nach sich. Einmal lief das Blut in den Magen und wurde sofort wieder ausgespuckt. 

Diese 30 Minuten zogen für sie ein körperliches Trauma nach sich, sodass sie nach und nach nichts mehr an ihrem Hals haben konnte. Jedes T-Shirt brachte ihr am Hals einen Würgereiz. 

Mit 3 Kindern hatten wir schon so einiges, aber das noch nicht. Ich probierte alle möglichen Wege, konsultierte Freunde, Homöopathie und sprach auch mit Therapeuten. Aber so richtig konnte niemand helfen. Also war Naomi seit Wochen nackt unterwegs. 

Glücklicherweise haben wir Fußbodenheizung und die Coronasituation mit dem Lockdown machte es nicht ganz so schlimm, dass wir nirgends hin konnten.

Ich schwankte zwischen gechillt sein und dem Gedanken: Oh Gott, wenn das noch Monate dauert. Freunde sagten: „Cool wie gechillt Du bist“ bis „na Du musst doch was machen, sie muss doch rausgehen“. 

Und so vergingen Wochen. Ich ging immer wieder ins Vertrauen, dass es immer einen Grund gibt, warum Dinge so sind. Spätestens als der Papa von Naomi vor 3 Wochen nebenbei erwähnte, dass er das auch hatte, im Alter zwischen 4-5, hab ich es verstanden.

Der Papa der Kinder hat fast keinen Kontakt zu ihnen, das war seine Entscheidung. Naomi ist meine Aufräumerin, ein Kind der neuen Zeit. Sie fordert den Papa ein. Fragt oft nach ihm und ob er denn wüsste wo sie wohnt. Und so geht sie auf ihre Art und Weise in Verbindung mit ihm. In Rücksprache hat er ihr eine Sprachnachricht geschickt und ist involviert. Energetisch hat sich also etwas geändert. 

Und vorgestern kam nach langen (nackten) Wochen Bewegung rein. Naomi zog eine Jacke an, die nicht bis oben zugemacht werden durfte und das schöne Wetter tat das Übrige. Die einzigen Schuhe, die noch passen sind die Gummistiefel. 

Viele haben mich bewundert mit welcher Gelassenheit ich durch diese Wochen gegangen bin. Es war immer wieder ein in mich gehen, ins Vertrauen gehen, gelassen sein und

dem Gefühl der Frustration zu widerstehen.

Jetzt bin ich gespannt wie es weitergeht. In einem Jahr werden wir bestimmt darüber schmunzeln und uns an diese besondere Zeit erinnern. 

Vertrauen. Geduld. Gelassenheit und die Lebensfreude nicht verlieren.

Hör auf Deine innere Stimme!

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