Wer bin ich wirklich?

Wer bin ich wirklich?

von | Sep 8, 2020 | Persönlichkeitsentwicklung | 2 Kommentare

Wer bin ich wirklich?

Ein Beitrag zur Blogparade:

„Was will ich wirklich im Leben? – Mein schönes Leben“

Ich habe lange überlegt, ob ich hier jetzt meine eigene Geschichte als Inspiration schreibe. Mir war aber schnell klar, dass der Mehrwert für Dich eher darin liegt, Ideen und Impulse zu erhalten, die im Hier und Jetzt umsetzbar sind. Deshalb bleibe ich im Hier und Jetzt und nehme Dich mit zu meinen Weisheiten, die ich in den letzten Jahrzehnten sammeln durfte.

Heute liiieeebe ich mein Leben und das Leben überhaupt. Ich spüre es in meinen Zellen, ich rieche es, ich kann so viele kleine Momente wertschätzen, berührt sein, aber auch meine noch nicht gelösten Themen reflektieren. Die Frage: Was will ich wirklich im Leben?  ist so komplex, individuell und kompliziert wie das Universum selbst. ABER: es macht so unendlich viel Spaß zu entdecken und die eigene Magie zu entfachen.

Du kannst nur wissen, was Du wirklich im Leben willst, wenn Du weißt wer Du wirklich bist, wenn DU weißt wie Du tickst und wenn Du weißt, welche Mechanismen in Dir stecken. Wer ist der authentische Mensch hinter der Maske?

Als junges Mädchen habe ich mich lange Zeit gefragt, warum ich eigentlich ich bin. Ich konnte nicht verstehen, dass ich nicht meine Freundin war oder meine Lehrerin oder irgendjemand anderes. Warum nahm ich mich wahr, warum fühlte ich mich und steckte in genau diesem Körper. Es war aber auch keine Zeit, in der man Kindern solche Fragen beantwortete, geschweige denn dass ich als Kind diese Frage gestellt hätte. Die Eltern waren mit sich selbst beschäftigt und unter dem damaligen DDR-Regime im tiefsten Kommunismus ging es eher darum, den Leitsätzen der Regierung zu folgen und sich mit dem Leben zu arrangieren. Es dauerte fast 2 Jahrzehnte bis ich mir diese Frage wieder stellte, diesmal in einer anderen Form. Ich war schwanger mit der ersten meiner der 3 Töchter. In so vielen Bereichen lief es nicht so, wie ich es mir in meinen Träumen ausgemalt hatte. Weder in der Beziehung zum Vater der Kinder, noch das erste Mal Muttersein, noch die Beziehung zu meiner eigenen Mutter. Mein aufgebautes (nach Außen cooles und aufregendes) Leben stimmte nicht mit meinem inneren Kompass überein. So entstanden zwischenmenschliche Reibungspunkte und Missverständnisse, aber auch innere Leere und Unzufriedenheit.

Und ich begann noch mehr Fragen zu stellen, die mir halfen zu reflektieren. Jetzt, wo ich Mutter wurde wünschte ich mir mehr Nähe zu meiner Mutter. Das Verhältnis war nicht ganz einfach und ich stellte mir dazu viele Fragen. Die Partnerschaft war ebenfalls alles andere als einfach und auch hier stellte ich mir viele Fragen, warum ich mir genau den Partner ausgesucht hatte. Als frisch gebackene Mutter wurde ich auch an meine eigene Kindheit erinnert und war mit meiner ersten Tochter nochmal selbst Kind, alberte mit ihr herum, bastelte unendlich viel, rollte mit ihr den Berg hinunter (solche Aktionen gibt es auch heute noch) und war aber nicht wirklich Mutter oder Frau. Meine zweite Tochter brachte mir das Muttersein und die dritte das Frausein.

Am Anfang waren die Fragen zäh. Zäh zu stellen und zäh zu beantworten. Glücklicherweise hat sich die Zeitenqualität geändert und heutzutage gehen die Veränderungen und die Selbstheilung schneller. Das Bewusstsein für Persönlichkeitsentwicklung nimmt immer weiter zu und wir erlauben uns Tiefgang und Wachstum.

Schon die kleinsten Fragen haben eine große Wirkung, z.B.:

Warum macht es mich so wütend, wenn mein Partner meine Ideen nicht hören will? Warum werde ich so hilflos, wenn die Kinder einfach nicht auf mich hören wollen und mir auf der Nase herumtanzen? Warum gehe ich so super ungern in die Arbeit, wenn ich weiß, dass heute ein Termin mit meinem Chef ansteht? Warum fühle ich mich so klein, wenn mein Partner mich maßregelt? Warum bin ich total frustriert, wenn die Hose vom letzten Sommer nicht mehr passt? Warum müssen die Kinder um 7 Uhr im Bett sein, obwohl draußen noch schönes Wetter ist und alle anderen auf der Straße spielen? Warum macht es mich so wütend, wenn meine Mutter mir was empfiehlt und ich finde, dass sie mich bevormundet. Fühle ich mich wohl in meinem Zuhause? Mit dem Ort und den Menschen darin?

Dahinter steht immer ein Bedürfnis.

Oft ein Bedürfnis nach Anerkennung, Wertschätzung, nach Liebe, Zuneigung oder Respekt. Sich diese Warum-Fragen zu stellen, dient also der Erkennung der eigenen Bedürfnisse. Als ich meine Bedürfnisse erkannt hatte, kam ich den Ursachen näher. Woher kenne ich die Gefühle und Bedürfnisse? Kenne ich sie von früher? Beispiel: Mein Partner hört nicht zu, und ich werde wütend. Wurde früher ein Bedürfnis nicht erfüllt, weil mir jemand nicht zugehört hat?

Dann sind wir meist weit in der Kindheit. Dort wurde dieser Glaubenssatz grundgelegt. Ein Bedürfnis wurde damals nicht erfüllt. Und wenn einem jemand jetzt im Erwachsenenalter nicht zuhört, erinnert sich das innere System/das innere Kind genau an diese Situation. Der Partner kann also gar nichts dafür, meint es höchstwahrscheinlich nicht mal böse. Er zeigt nur auf, was noch nicht geheilt ist. Er dient als Spiegel der eigenen Themen. Es geht also auch um einen Perspektivenwechsel, bei dem wir aufhören die Schuld bei anderen zu suchen, kritisch uns selbst hinterfragen, unseren Anteil an der Schieflage erkennen, Eigenverantwortung übernehmen und ein Bewusstsein dafür entwickeln, warum wir so sind wie wir sind. Mit all diesen Aha-Momenten und Verständnis für uns selbst kehrt Ruhe in uns ein. Wir agieren nicht mehr im Nebel, sondern aus einem tiefen Bewusstsein heraus, wer wir wirklich sind und wie wir ticken.

Neben der Ergründung der eigenen Trigger geht es auch darum, was uns innerlich tief berührt, Spaß macht oder ein positives Lebensgefühl hervorruft. Hier sind ein paar Beispiele für dich, du kannst die Liste endlos weiterführen: In welcher Situation war ich das letzte Mal tief berührt und warum? Wann fühle ich mich voller Energie und Lebensfreude? Mit welchen Menschen treffe ich mich besonders gern und warum? Was bedeutet es genau, dass ich mich wohlfühle?Bin ich jemand, der gern alleine ist? Warum bin ich (un)gern alleine? Ist mir Urlaub wichtig? Was für einen Urlaub liebe ich?

Alle Antworten sind schon in uns, denn alles was wir je im Leben erlebt haben, ist als Information in uns gespeichert. An verschiedenen Punkten macht es aber Sinn, sich die Hilfe im Außen zu holen, weil wir – vor allem am Anfang – verloren im Wald stehen. Meine Arbeit hat das Ziel, die Klientinnen ein Stück bei der Selbstheilung zu begleiten. Jedoch auch, dass sie nicht bei mir hängen bleiben, sondern eigene Tools besitzen, aus Schieflagen wieder herauszukommen und erst wieder auf mich zukommen, wenn sie alleine nicht weiterkommen

Ein weiterer Aspekt um zu reflektieren ist zu hinterfragen, wenn wir Dinge, Menschen, Verhalten usw. bewerten. Einerseits, weil es mit Glaubenssätzen und unseren eigenen Themen zu tun hat, aber auch, weil es viel mit unseren ureigenen Werten einhergeht. Was ganz oft passiert, ist, dass uns Werte und ganze Wertesysteme von außen, von anderen übergestülpt werden. Und wir bekommen das nicht mal mit! Entweder weil es sich eingeschlichen hat, jemand subtil manipulativ wirkt, man es von klein auf anerzogen bekommt, die Gesellschaft es vorgibt usw. Das hat natürlich zur Folge, dass im Inneren eine Unzufriedenheit herrscht, weil innere und übergestülpte Werte nicht übereinstimmen. Es kommt zu Fremdbestimmung, Verletzungen, Entscheidungsschwierigkeiten, Zweifeln, Unsicherheit….Dann sind wir ständig damit beschäftigt, zu suchen, auszugleichen, gegen den Strom zu schwimmen, sich zu ärgern, getriggert werden, usw.

Wenn wir uns in unserem ureigenen Wertesystem bewegen, stellt sich plötzlich Frieden und Harmonie ein. Weil wir das Gefühl haben, dass wir richtig sind, wie wir sind-egal was die anderen denken. Und das ist auch SELBSTLIEBE. Wenn wir unsere höchsten Werte kennen, geht es darum, diese auch zu leben. In allen Bereichen. Und das wird uns ein tiefes Gefühl der Zufriedenheit schenken. Durch die eigenen Werte formen sich neue Ziele, die wie ein Kompass im Leben wirken. Wenn Du Deine ureigenen Werte kennst, kannst Du viel leichter Eure persönlichen Ziele definieren und begegnest viel schneller Gleichgesinnten, Seelenverwandten, Verbündeten, Freunden, Sparingpartners, etc, die ein ähnliches Wertesystem haben wie Ihr.

Erst wenn wir tief in unser ICH eingetaucht sind, können wir wirklich eine Aussage darüber treffen, was wir im Leben wollen, was uns erfüllt und glücklich macht. Und genau das ist meine Arbeit. Ich begleite Dich bei der Frage: Wer bin ich? Wir spüren gemeinsam auf, warum Erlebnisse, Beziehungen oder Lebensbereiche in einer Schieflage sind. Ich helfe dabei, zu reflektieren, eigene Werte zu entdecken, innere Heilungsprozesse anzuschieben und Herausforderungen immer besser zu meistern. Meine Arbeit hat das Ziel, Frauen ein Stück bei der Selbstheilung zu begleiten.

Dank meines eigenen Prozesses und der Tiefe meiner Reflektion, lebe ich heute mein schönes Leben. Und mit jedem Menschen, den ich in diesem Prozess stärken kann, wird es noch schöner.

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Sandra Liane Braun – Raus aus dem Stress, rein ins Leben. Coach und Gedankensortiererin wenn Du sagst „Ich kann nicht mehr!“

Photo: www.fotowesenundbilderlaune.de